Cometa-Hardware ist offen: dokumentierte Schnittstellen, SDK, Rohdatenzugriff. Das ist die Voraussetzung dafür, eigene Anwendungen darauf zu bauen — aber es beantwortet nicht die Frage, wer sie baut.
Genau das übernehmen wir. Von der Sensoranbindung über die Signalverarbeitung bis zur fertigen Oberfläche entwickeln wir Anwendungen, die Messdaten erfassen, auswerten und darstellen. Für Hersteller, die ein eigenes Produkt planen. Für Händler, die ihrem Sortiment eine Software zur Seite stellen wollen. Und für Einrichtungen, deren Fragestellung mit Standardsoftware nicht zu beantworten ist.
Drei Anwendungen, die wir gebaut haben
Wir beschreiben unsere Arbeit lieber an fertigen Ergebnissen als an Leistungsversprechen.
Eine Biofeedback-Anwendung für Praxen und Trainingseinrichtungen. Vollständige Software auf Cometa-Sensorik: Echtzeit-Darstellung der Muskelaktivität, Übungsverwaltung, Verlaufsdokumentation, Mehrbenutzerbetrieb. Vom Sensorprotokoll bis zur Benutzeroberfläche vollständig von uns entwickelt und als eigenständiges Produkt am Markt — heute verfügbar als easyEMG.
Ein interaktiver 3D-Muskelatlas als Webanwendung. Rund 120 Muskelseiten mit dreidimensionaler Darstellung im Browser, aufbereitet für die Elektrodenpositionierung nach SENIAM-Empfehlungen. Echtzeit-3D ohne Plug-in, auf Mobilgeräten lauffähig — technisch die anspruchsvollste unserer Anwendungen und frei zugänglich auf emgguide.de.
Eine Ansteuerungslösung für Menschen mit stark eingeschränkter Motorik. Erfassung minimaler Muskelaktivität als Eingabesignal, dort wo herkömmliche Eingabegeräte nicht mehr funktionieren — Signalaufbereitung, Schwellenwertlogik und Ansteuerung nachgelagerter Systeme. Aus Rücksicht auf die Beteiligten nennen wir zu diesem Projekt keine Namen und keine Details.
Die ersten beiden Anwendungen können Sie sich ansehen und ausprobieren. Das ist uns wichtiger als jede Referenzliste: Sie sehen vorab, wie wir arbeiten.
Was wir konkret entwickeln

- Sensoranbindung und Datenerfassung — Anbindung der Cometa-Systeme über SDK und dokumentierte Schnittstellen, synchrone Erfassung mehrerer Datenquellen, Rohdatenzugriff
- Signalverarbeitung — Filterung, Normalisierung, Kennwertberechnung, Ereigniserkennung; nachvollziehbar dokumentiert und reproduzierbar
- Auswertung und Visualisierung — Echtzeitdarstellung, Verlaufsansichten, Berichte, Exportformate für die Weiterverarbeitung
- Anbindung an bestehende Systeme — Übergabe an vorhandene Software, Datenbanken oder Praxis- und Laborsysteme
- Bedienoberflächen — für Desktop, Tablet oder Browser, ausgelegt auf den tatsächlichen Arbeitsablauf statt auf den Funktionsumfang
Wer Hersteller bleibt — und warum das für Sie wichtig ist
Ein Punkt, den wir früh und ausdrücklich klären, weil er über die Projektstruktur entscheidet:
Wir entwickeln im Auftrag. Sie bringen das Produkt in Verkehr und bleiben damit Hersteller. Die Zweckbestimmung einer Software — und damit ihre regulatorische Einordnung — legt derjenige fest, der sie auf den Markt bringt, nicht der Entwicklungsdienstleister.

Für Sie als Hersteller bedeutet das: Sie behalten die Kontrolle über Produktdefinition, Zweckbestimmung und Konformitätsbewertung. Wir liefern die Entwicklungsleistung und die technische Dokumentation, die Sie dafür brauchen, und arbeiten Ihren Vorgaben und Prozessen zu.
Was wir nicht tun: eigene medizintechnische Software herstellen oder Aussagen zur regulatorischen Klasse einer Anwendung treffen, die Sie in Verkehr bringen. Wo Ihr Vorhaben eine regulatorische Bewertung braucht, gehört diese in Ihre Hand oder die eines Regulatory-Beraters — wir richten die Entwicklung danach aus.
Für wen sich das eignet
Hersteller von Messtechnik und MedTech-Produkten, die eine Softwarekomponente brauchen und die Entwicklung nicht intern aufbauen wollen. Sie bekommen ein Team, das die Sensorik bereits kennt — das spart die Einarbeitung, die bei einem allgemeinen Softwaredienstleister anfällt.
Händler und Distributoren, die ihr Hardware-Sortiment um eine eigene Anwendung ergänzen und sich damit vom Preiswettbewerb lösen wollen.
Forschungseinrichtungen und Industrieanwender mit einer Fragestellung, für die es keine passende Standardsoftware gibt — etwa besondere Auswertungslogik, ungewöhnliche Messaufbauten oder die Zusammenführung mehrerer Datenquellen.
Weniger geeignet ist unser Angebot für Vorhaben ohne klare Anforderung. Wir arbeiten am besten, wenn feststeht, was die Software leisten soll und in welchem Rahmen — nicht als Ideengeber für ein noch offenes Konzept.
Wie ein Projekt abläuft

1. Erstgespräch — Sie beschreiben Anwendungsfall, Hardware und Zielsystem. Wir sagen Ihnen, ob wir dafür die richtigen sind. Kostenlos und ohne Verpflichtung. 2. Spezifikation — Funktionsumfang, Schnittstellen und Abgrenzung schriftlich festhalten. Das ist der Punkt, an dem sich der spätere Aufwand entscheidet. 3. Angebot — Festpreis oder Aufwandsschätzung, je nach Klarheit der Anforderung. 4. Entwicklung — in abgestimmten Schritten mit lauffähigen Zwischenständen, damit Sie früh sehen, wohin es läuft. 5. Übergabe — Software, Quellcode nach Vereinbarung und technische Dokumentation. 6. Weiterentwicklung — auf Wunsch als laufende Betreuung.
Warum wir
Der Unterschied zu einem allgemeinen Softwarehaus ist die Hardware. Wir vertreiben die Cometa-Systeme, installieren sie, schulen Anwender und wissen, wie sich die Sensorik in der Praxis verhält — welche Abtastraten sinnvoll sind, wo Synchronisation kritisch wird, welche Signalqualität unter realen Bedingungen erreichbar ist.
Diese Erfahrung ersetzt eine Einarbeitungsphase, die bei einem Dienstleister ohne Messtechnik-Hintergrund am Anfang jedes Projekts steht — und die Sie bezahlen.
Erzählen Sie uns von Ihrem Vorhaben. Ein Erstgespräch kostet nichts und klärt in der Regel innerhalb einer halben Stunde, ob und wie sich Ihr Vorhaben umsetzen lässt.
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Häufige Fragen
1. Entwickeln Sie auch für andere Hardware als Cometa?
Unser Schwerpunkt liegt auf den Systemen, die wir selbst vertreiben und im Detail kennen — Cometa EMG- und IMU-Sensorik sowie Materialise-Motion-Druckmesstechnik. Anbindungen an weitere Datenquellen sind im Rahmen eines Projekts möglich; sprechen Sie uns auf Ihren konkreten Aufbau an.
2. Stellen Sie medizintechnische Software her?
Nein. Wir entwickeln Software zur Erfassung, Auswertung, Visualisierung und Dokumentation von Messdaten. Wenn eine Anwendung als Medizinprodukt in Verkehr gebracht werden soll, bleibt der Auftraggeber Hersteller im regulatorischen Sinn: Er legt die Zweckbestimmung fest und verantwortet die Konformitätsbewertung. Wir liefern die Entwicklungsleistung und die technische Dokumentation dazu.
3. Bekommen wir den Quellcode?
Das regeln wir projektbezogen. Übergabe des Quellcodes ist möglich und bei Herstellern, die das Produkt langfristig selbst pflegen wollen, meist auch sinnvoll. Die Rechteverteilung wird vor Projektbeginn schriftlich festgehalten.
4. Was kostet eine Entwicklung?
Das hängt vollständig vom Funktionsumfang ab. Bei klar umrissenen Anforderungen arbeiten wir mit Festpreis, bei offeneren Vorhaben mit Aufwandsschätzung und abgestimmten Ausbaustufen. Eine belastbare Zahl können wir nach dem Erstgespräch und einer kurzen Spezifikation nennen.
5. Wie lange dauert ein Projekt?
Von wenigen Wochen für eine abgegrenzte Auswertungs- oder Anbindungslösung bis zu mehreren Monaten für eine vollständige Anwendung mit Oberfläche und Datenhaltung. Den Rahmen können wir nach der Spezifikation verlässlich angeben.
6. Können wir uns vorher ansehen, wie Sie arbeiten?
Ja. Zwei unserer Anwendungen sind öffentlich zugänglich: die Biofeedback-Software easyEMG und der 3D-Muskelatlas auf emgguide.de. Beide sind vollständig von uns entwickelt und zeigen die Bandbreite von der Sensoranbindung bis zur Echtzeit-3D-Darstellung im Browser.